Wir fördern klimagerechte soziale Innovationen - 2026 mit einem Fokus auf Ernährung und Energie.
Dieses Jahr leiten uns drei Einsichten aus den ersten beiden FUS Jahren: Soziale Innovation als notwendige Ergänzung technischer Innovation zu positionieren. Themen zu wählen, die im Alltag vieler Menschen spürbaren Mehrwert schaffen. Und stärker dort anzusetzen, wo Innovation verbreitet und verankert wird: in Partner:innenschaften zwischen Staat, Markt und Zivilgesellschaft.
Für die Bereiche Energie (Querschnitt aus Wohnen und Mobilität) sowie Ernährung starten wir mit zwei neuen Missions:

Das Momentum rund um das Stromgesetz (LEGs seit 2026) eröffnet neue Räume. Die Ausbreitung gerade von LEGs braucht allerdings mehr als Technik. Nachhaltige Energie-Gemeinschaften sind auch soziale Innovationen. Denn sie definieren neu, wer an der Energiewende teilhaben kann, wer davon profitiert und wer Verantwortung trägt.
Was braucht es, damit durch Energie-Gemeinschaften viele Menschen aktiv und konkret von der Energiewende profitieren könnten? Wie würden Energie-Gemeinschaften einfach replizierbar und auch investierbar? Energie-Gemeinschaften haben das Potenzial sowohl die Schweiz unabhängiger und sicherer zu machen, als auch lokale Wertschöpfung zu stärken. Wir suchen soziale Innovationen, die Energie-Gemeinschaften zum Durchbruch verhelfen.

Eine gute Ernährung ist für uns in diesem Call nicht primär eine Frage individueller Entscheidungen. Wir betrachten "Gute Ernährung für alle" als Frage einer sozialen Infrastruktur, die Gesundheit, Gerechtigkeit, Biodiversität und Klimamiteinander verbindet. Trotz eines dynamischen Ökosystems an Initiativen und Projekten für eine nachhaltigere Ernährung kommen transformative Ansätze kaum aus den Nischen.
Diese Mission nutzen wir deshalb als Experimentierraum für neue Formen geteilter Verantwortung, um der guten Ernährung für alle entscheidend näher zu kommen. Wir suchen regionale Teams aus öffentlicher Hand, Markt und/oder Zivilgesellschaft, die gemeinsam gute Ernährung ermöglichen, etwa über neue Fondsmodelle oder die Verbindung von Beschaffungswesen und regionalen Produktions- und Verteilstrukturen.
Wir führen Gespräche, fragen online nach und laden zu kurzen Workshops ein, um gemeinsam die Knacknüsse für die Mssions zu identifizieren. Dafür bringen wir Menschen und Erfahrungen aus Praxis, Forschung und Verwaltung zusammen. Ziel ist ein gemeinsames Problemverständnis und gut formulierte Challenges als Startpunkt für Lösungen.
Die zuvor identifizierten Challenges sind Ausgangspunkt für die (Weiter)Entwicklung erster Lösungsansätze. In Workshops bringen wir Menschen mit unterschiedlichen Rollen zusammen, testen erste Ideen, kombinieren Ansätze und fördern die Entstehung neuer Teams. Ziel ist eine robuste Projektidee mit klarem Bezug zu einer der identifizierten Challenges, passenden Partner:innen und realistischen Zielen für eine möglichst geförderte, folgende Ideenphase.