
Foto: Stadt Zürich
Die Hitze im Sommer 2026 war aussergewöhnlich, wird aber künftig keine Ausnahme mehr sein. Schweizer Städte sind nicht für die Intensität und Dauer der Hitzewellen gebaut, mit denen wir zunehmend konfrontiert sind. Die Folgen sind Übersterblichkeit und Krankheiten bei Mensch und Natur, soziale Isolation sowie Schäden an grüner (z. B. Bäume und Parks), grauer (z. B. Schienen und Strassenbelag) und blauer Infrastruktur (z. B. Grundwasserspeicher, Teiche). Der Schweizerische Städteverband fordert deshalb, Hitzeschutz wie Hochwasserschutz als nationale Aufgabe zu behandeln.
Die technischen Lösungen zur Anpassung sind bekannt: Entsiegeln, Beschatten, Begrünen, Klimaanlagen und Hitzeschutzräume sowie Warnsysteme. Doch eine hitzeresiliente Stadt lässt sich weder Amt für Amt noch allein mit Massnahmen bauen. Wir verstehen Hitzeresilienz als Koordinationsaufgabe und ebenso als Frage sozialer Praktiken und des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Mit diesem Call wollen wir die Herausforderungen mit der grössten Dringlichkeit und Hebelwirkung identifizieren und gemeinsam Ideen entwickeln und testen, die diese angehen: Wie können wir Menschen befähigen, ausgehend von ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten ergänzende Lösungen zu finden und umzusetzen, und ihnen so ermöglichen, gemeinsam zu handeln, um ihre Mitmenschen und ihre Umwelt zu schützen und zu unterstützen?
Und auf institutioneller Ebene: Wie stellen wir sicher, dass Massnahmen mit den zentralen Risikoträger:innen und Betroffenen umgesetzt und mit langfristigem Engagement getragen werden? Was braucht es, damit Angebote wie Hitzeschutzräume und Klima-Buddies angenommen und genutzt werden und die Verletzlichsten erreichen?
Wir suchen soziale Innovationen, neue Partnerschaften und gesellschaftliche Interventionen. Um der Hitze zu begegnen, müssen unsere Städte wachsen: zu einem Netz aus Beziehungen, Zuständigkeiten und geteilter Verantwortung, in dem öffentliche und private Dienstleistungen nur ein Teil sind, neben Nachbarschaften, Genossenschaften, Unternehmen, Liegenschaftsverwaltungen, Vereinen sowie der gebauten und natürlichen Umwelt.
Ob du in einer städtischen Verwaltung arbeitest, eine Genossenschaft oder ein Quartierzentrum führst oder einfach dein Quartier kennst: Deine Erfahrung hilft uns, die richtigen Challenges zu finden.

Bevor wir nach Lösungen suchen, wollen wir die wichtigsten Chancen und Hürden verstehen. Gemeinsam mit Expert:innen aus Praxis, Forschung, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wollen wir ein gemeinsames Problemverständnis aufbauen und klare, umsetzbare Challenges formulieren, die zum Ausgangspunkt für neue Lösungen werden.
Du kannst auf zwei Arten mitwirken: Melde dein Interesse an einem Online-Workshop zur Challenge Exploration an oder teile deinen Input schon jetzt über dieses Formular.
Wer mitmacht, kann einreichen. Die Teilnahme an einem der Workshops qualifiziert dich für die Einreichung einer Projektidee und damit für die Bewerbung um eine Förderung von bis zu CHF 22'500. Komm also vorbei, auch wenn deine Idee noch nicht fertig ist.

Wo liegen die grössten Hebel und Hürden für hitzeresiliente Städte und Gemeinden? Im Online-Workshop schärfen wir gemeinsam die Challenges der Mission «Cooler Cities». Deine Perspektive aus Praxis, Forschung, Verwaltung, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft fliesst direkt in unseren Call for Ideas 2027 ein.
📅 1. Dezember 2026, 15:00 bis 16:30 Uhr · 📍 Online
Anmeldung