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Why #01 · Wissen · 4 Min.

Warum bleiben gute Pilotprojekte Pilotprojekte?

Viele soziale Innovationen funktionieren im Kleinen und verschwinden nach der Pilotphase trotzdem. Das liegt selten an der Idee, sondern an Förderlogiken, die das Testen bezahlen, aber nicht das Weitermachen.

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[Grafik: Vom Pilot zur Regelstruktur, wo die Förderung aufhört]

Das Problem

Ein Quartier testet einen Hitzetreffpunkt im Gemeinschaftsraum einer Genossenschaft. Einen Sommer lang kommen ältere Nachbar:innen vorbei, trinken etwas, reden miteinander, und wer Unterstützung braucht, fällt auf. Der Pilot gilt als Erfolg, der Bericht ist geschrieben. Im nächsten Sommer bleibt der Raum zu. Niemand hat das Projekt beendet, es hat einfach niemand weitergemacht.

Solche Geschichten kennen wir aus vielen Förderprogrammen, auch aus unserem eigenen. [Konkreten Fall aus einem FUS-Projekt ergänzen.]

Warum klassische Förderung hier scheitert

Innovationsförderung ist darauf gebaut, Neues auszuprobieren. Sie finanziert Ideen, Prototypen und Pilotphasen. Für den Betrieb sollen danach andere zuständig sein: die Verwaltung, eine Stiftung, der Markt. Bei technischen Innovationen klappt diese Übergabe oft, weil am Ende ein Produkt steht, das jemand kauft.

Bei sozialen Innovationen steht am Ende eine neue Praxis, ein Netzwerk, eine Rolle. Die kauft niemand. Zwischen Pilot und Regelstruktur entsteht eine Lücke, die Missing Middle.

Für den Innovationsfonds zu alt, für das Budget der Verwaltung zu neu.

Was soziale Innovation anders macht

Soziale Innovationen verbreiten sich selten, indem eine Organisation wächst. Sie verbreiten sich, indem andere sie übernehmen, anpassen und in ihre eigenen Strukturen einbauen. Das braucht weniger Skalierung als Übersetzung: Menschen, die wissen, wie es geht, Material, das man weitergeben kann, und eine Stelle, die die Übergabe begleitet.

[Fall aus dem Magazin, S. 38 bis 43, als Beleg einfügen.]

Was es bräuchte

Förderprogramme, die schon bei der Auswahl fragen, wer ein Projekt nach dem Pilot trägt, und die genau diese Übergabe mitfinanzieren. Städte könnten dabei die Rolle von Kuratorinnen übernehmen: nicht alles selbst betreiben, aber dafür sorgen, dass Gutes nicht verloren geht.